Pressestimmen

„Jochimsen ist erwachsen geworden. Weniger lustig. Aber eben ungleich komischer.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Als wären Thomas Bernhard und Ekel Alfred nochmal jung.“ (Badische Zeitung)

„Großartig lustige Trostlosigkeit!“ (Kölnische Rundschau)

„Muss man eigentlich noch irgendjemandem sagen, wie wunderbar Jess Jochimsen ist? Und all denen, die es nicht wissen: er ist grandios komisch! Er ist der Beste seiner Generation.“ (Kölner Stadt-Anzeiger)

„Er ist der Erfinder der Tiefenentspannung im Kabarett. Radikal weise wie Diogenes, charismatisch wie Nelson Mandela und melancholisch komisch wie Buster Keaton flaniert er durch bundesdeutsche Wirklichkeiten.“ (Münchner Abendzeitung)

„Jochimsen war noch nie ein Lautsprecher mit großer Klappe, kommt subtil daher, will erst mal nachdenken und nicht gleich weiterdenken, wie es die Konvention nun mal verlangt.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Anwalt der stillen Helden.“ (Probsteier Anzeiger)

„Musik kann Jochimsen auch. Mit Gitarre, Glockenspiel und diatonischer Harmonika macht er Lieder für alle Jahreszeiten, wobei er den Spannungsbogen langsam hochzieht, um ihn dann ihn Miniatur-Gstanzln implodieren zu lassen - sehr lustig! [...] Jochimsen spielt gekonnt mit Geschwindigkeit und Dynamik, er findet eine feine Balance aus hintersinnigen, melancholischen Gedanken, punktgenauer Gesellschaftskritik und komischen Liedern.“ (Schwäbische Zeitung)

„Jochimsens Bilder sind, wie seine Geschichten auch, klar und voll melancholischen Humors und verhehlen bei aller Bitterkeit und dokumentarischen Schärfe nie den mitfühlenden, liebevollen Blick.“ (Kieler Nachrichten)

„Kulturkritik und Komik sind bei Jess Jochimsen ein- und dasselbe.“ (Waldeckische Landeszeitung)

„Schon der Frühling klingt depressiv [...] Glaubt man den restlichen Jahreszeiten, scheint sein Leben durchgängig melancholisch zu sein. Kein Wunder also, dass Jochimsen dem Alltag am liebsten Lebewohl sagen will. Doch was ihm Leid zufügt, ist für die Zuschauer pure Freude. Im Bauch bleibt ein Gefühl, das er wie ein Mantra heraufbeschworen hat: ’Wir machen es uns schön.’“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

„Jochimsen, aufmerksamer Beobachter von Absurditäten, macht keine Späße zum Brüllen, obwohl es gerade bei seinen bizarren Bildern aus Stadtrandzonen, auch Lachsalven gab. Vieles ist leise, subtil, feinsinnig. Die Bedachtsamkeit ist Programm: Dem aufdringlichen Gedröhn und Gezeter der (Medien-)Welt verweigert sich Jochimsen, er setzt Entschleunigung dagegen. Nimmt Tempo raus, dreht und wendet die Dinge, mit der aufklärerischen Absicht des klassischen Kabaretts, klug gegen den Strich. [...] Bei alldem hört man Jochimsen gerne zu. Sein Held ist Melvilles literarische Figur Bartleby, die immer nur sagt: ’Ich möchte lieber nicht.’ Das Thema ist akut: Warum im Hamsterrad mitdrehen? Jochimsen setzt eigenes Nachdenken in Gang.“ (Hessische | Niedersächsische Allgemeine)

„Eine bundesdeutsche Momentaufnahme der besonderen Art. [...] extrem witzig und kurzweilig, weiß Jochimsen in seinem Jahreszeiten-Zyklus doch den modernen Wahnwitz wunderbar versponnen gegen den Strich zu bürsten, wobei die Pointe so fein- wie hintersinnig in der Lücke steckt. [...] Ein Roadmovie durch Herz und Hirn.“ (Badische Zeitung)

„Hoffnungslosigkeit, Trostlosigkeit, aber auch Neugierde mit Anzeichen von Glück und Freude stecken in Jochimsens Ironie. Zu Beginn der Vorstellung hatte einen gründlichen, spannenden Abend ohne Stress versprochen. Es gelang ihm. Er gab den Besuchern ein nachdenkliches aber auch beruhigendes Bauchgefühl mit nach Hause.“ (Schwarzwälder Bote)

„Der mehrfach preisgekrönte Kabarettist und Autor beweist, dass Kabarett anders kann. Es gibt bei ihm nicht den neuesten Abwasch auf Promi- und Politszene. Auch ist lauttrötend rumalbernder Comedyklamauk seine Sache nicht. Eher ist er ein Flaneur in Sachen feiner ironischer Melancholie. Sein Blick sammelt skurrile kleine Alltagsgeschichten und wundervoll Absurdes aus dem städtischen Hinterland. Das zumeist liebevoll poetisch, aber auch schon mal unter verhaltener Wut kommentiert. Eines ist er jedoch nie: zynisch. Entspannt und völlig stressfrei kommt er als eine Mischung aus Diogenes in der Tonne, Emil Cioran, Samuel Beckett und leicht schwermütigem Barden spätkapitalistsicher Zustände und Zumutungen dahergeschlichen. [...] Die Lieder Jochimsens - mal mit Schifferklavier, Glockenspiel oder Gitarre - verströmen eine Schwer- und Wehmut, die von gewitzter Leichtigkeit getragen wird und vor satirischen Apercus nur so wimmelt. Da perlen depressive Verstimmungen und prickelt Lebensverdruss wie Krimsekt. Denn durch Alltagsgrau und Hamsterrad schimmern immer auch anarchische Revolte und Lebenskunst.“ (Gäubote)

„Mit seiner Kunst, das Unscheinbare im Sucher der Kamera zu fokussieren, Ungesagtes zu artikulieren und mit der Gitarre, mit leisen Tönen auf dem Xylophon oder dem Knopfharmonium begleitet hervorzuheben und in den Mittelpunkt zu rücken, gelingt es Jochimsen immer wieder, der Trostlosigkeit ein Schnippchen zu schlagen.“ (Rhein-Neckar-Zeitung)

„Selten wurden Depression und Schwermut so entspannt und lustig vorgetragen. Das schafft nur ein richtig Guter.“ (Schwäbische Zeitung)

„Dieser tiefenentspannte Jess Jochimsen, Kabarettist und Autor aus Freiburg, ist vor allem eines: brillant.“ (Hamburger Abendblatt)

„Bier für den Schwermütigen. Jess Jochimsens melancholisch kabarettistischer Blick auf die Welt wandelt stille Verzweiflung in Komik.“ (Rüsselsheimer Echo)

„Jess Jochimsen als Stand-up Poet ist einfach eine Wucht. Er schreibt private, politische, zärtliche, brutale Texte, und wenn er sie vorliest, kommt man aus dem Lachen kaum noch heraus. Wer hätte gedacht, daß Literatur so einen Spaß machen könnte.“ (Berliner Zeitung)

„Wir behaupten, dass dieser Abend tiefe Schneisen im Gedächtnis hinterlässt.“ (Kölner Stadtanzeiger)

„Hochgradig komisch depressiv.“ (Schwarzwälder Bote)

„Er spielt meisterhaft Westerngitarre [...] und entlockt seiner Hohner-Knopf-Zieharmonika mit Fingerhutperkussion und Balgtrommel schwer atmende Orchesterklänge.“ (Hessische | Niedersächsische Allgemeine)

„So lustig war eine Depression noch nie.“ (Schwäbische Zeitung)

„Wahnsinn. Diese Gelassenheit. Tibetanisch. Grotesk. [...] Das Wunderbare an diesem Anti-Rampensau-Tum: Jedes seiner Worte kommt an - ungefiltert. Fein-, tief-, scharfsinnig analysiert Jochimsen die allgemeine Lage. Da wird sich nicht grobschlächtig vorangekalauert, nicht brachial gewitzelt. [...] Das ist Jochimsens Weg, aus 100 Bühnen-Minuten ein Gesamtkunstwerk zu machen. Konzert, Dia-Show, Lesung, Kabarett - moderne Kleinkunst zu Größerem berufen.“ (Münchner Merkur)

„Jim Jarmusch wäre stolz drauf! [...] Der Abend gibt jedem Zuschauer ein wohlig-trübes Bauchgefühl mit nach Hause. Ein Gefühl wie ein argentinischer Tango in einer finnischen Winternacht. Irgendwie so gar nicht Comedy. Schön.“ (Fudder)

„Mit dem spähenden Auge des Fotografen und mit dem melancholischen Blick des einsamen Vagabunden erhascht er die Tristesse deutscher Vorstädte, das grandiose Scheitern ihrer Bewohner und die Versuche sich dennoch würdig zu trösten. [...] Da ist einer, der die Komik aus der Tragik bezieht, einer der schmunzelnd gegen Oberflächlichkeit und Zynismus ins Feld zieht. [...] Jochimsen ist ein entspannter Melancholiker ohne festes Ziel, aber mit offenen Augen.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Was aber vor allem bleibt von diesem großartigen Kabarettabend, ist das Bild des einsamen Trinkers an der Theke - und die Dank Jochimsen gewonnene Überzeugung, dass das unser Freund sein könnte.“ (Heidenheimer Zeitung)

„Was Jochimsen auch erzählt, die Melancholie und ihre böse schwester, die Wut, schauen immer über seine Schulter.“ (Rheinzeitung)

„Jochimsen versteckt seine Pointen wie Ostereier: Wenn man sie findet, freut man sich von Herzen - und wenn man drauftritt, tut es einem in der Seele weh.“ (Allgemeine Zeitung Mainz)

„Jochimsen macht etwas, auf das man nicht gefasst ist. Eine Form, die sich weigert, nur auf der Fettschicht von alberner Oberflächlichkeit zu schwimmen.“ (taz)

„Jess Jochimsen webt mit Worten. Er legt die Fäden seiner tragikomischen Geschichten lose in den Rahmen seines Bühnenprogramms. Doch keiner geht verloren, immer wieder nimmt er seine Motive auf und verwebt sie zu einem schillernden Teppich aus Schwermut, Komik, Leichtsinn und Tiefsinn. [...] Dann zeigte Jess Jochimsen Dias von Tristesse und Verfall, und auf jedem Bild findet sich ein Witz, oder auch eine kleine Hoffnung, ein Hauch von Liebe. [...] Frech und warmherzig zugleich. Und mit großer Ehrerbietung für die Leute am Rande der Gesellschaft.“ (Goslarsche Zeitung)

„Er fühlt sich im März schon wie im November. Über Trinker, Depressionen und Freitod kann er länger als 47 Minuten reden. Mit der Traurigkeit des Alltags lässt er sich ein und findet, dass Gott müde ist. Auf der Bühne zeigt er Dias und verschüttet Salbeitee. Zur aktuellen Politik will er (fast) nichts sagen. Kann denn so einer Kabarettist sein? Leute unterhalten? [...] Jess Jochimsen kann das. [...] Er ist ein glänzender Beobachter mit Sensibilität für alltäglichen Wahnwitz zwischen Spielplatz und Pfandrückgabeautomaten. So wie er an den Rändern der Städte poetisch-absurde Stillleben aufspürt und fotografiert, so entdeckt der in Freiburg in einer WG lebende Vater auch den Stoff für sein Kabarett. Im entspannten Plauderton die Gäste begrüßend, beginnt Jochimsen seine literarisch-melancholische Reise durch Deutschland. [...] Er schildert die Verbürgerlichung seiner Generation, ihr Heiratsgebaren („Mir sind Todesanzeigen mittlerweile lieber als die Hochzeitskarten“), die Lächerlichkeit und Traurigkeit ihrer Selbstlügen und Rituale. Wie nur wenige Kollegen versteht es Jess Jochimsen, das Verräterische und Groteske aus unserer Alltagssprache herauszulesen. [...] Besonders schön ist die Hommage an den „Schutzheiligen der Depressiven“, Buzz Aldrin, den zweiten und deshalb weithin vergessenen Mann auf dem Mond, der von dort oben „großartige Trostlosigkeit“ sah und dann auf der Erde irgendwie nicht mehr zurecht kam mit dem Leben. Da ist er wieder, der Melancholiker unter den Kabarettisten. Jess Jochimsens letzte Nummer, mehr Schlusstupfer als Rausschmeißer, ist ein Song von Willie Nelson. Es geht um „sad songs“, traurige Lieder, die sich schlecht verkaufen. Kann so ein Kabarettprogramm enden? Ja. Und zwar mit verdammt viel Applaus.“ (Augsburger Allgemeine)

 „Jess Jochimsen spricht über den Zustand des Landes. Das ist kein Kabarett mit heftigen politischen Breitseiten oder mit Lachzwang. Es ist vielmehr eine manchmal fast poetische Bestandsaufnahme der Zustände, todtraurig und witzig, vor allem aber immer geistreich. [...] Jochimsen nimmt die Generation X wunderbar auf die Schippe, er steht hier in direkter Tradition von Karl Kraus: Nichts ist entlarvender als das wörtliche Zitat. [...] Am besten ist Jochimsen, wenn er kleine Geschichten aus kleinsten Motiven heraus entwickelt und über diverse Umwege zu Einschätzungen der Lage in der Bundesrepublik Deutschland kommt. Von hinten durch die Brust ins Auge geschossen sind diese Argumentationsketten.“ (Lübecker Nachrichten)

„Ein wunderbarer Abend mit tollen Texten, bösen Bildern und cooler Musik. Kabarett auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.“ (Südkurier)

„Filigran ist das Netz, das Jochimsen in seinen Texten, Liedern und Fotografien spannt, und besticht mit einer kunstvoll inszenierten deutschen Momentaufnahme.“ (Bonner Rundschau)

„Bilder voll leiser Ironie, schleichender Trostlosigkeit, manchmal fast Hoffnungslosigkeit. Soll man drüber lachen oder eher weinen? Vielleicht sollte man einfach froh sein, die Bildmotive nicht vor der eigenen Tür zu haben. Aber wenn man genau hinsieht, entdeckt man sie wohl genau da und dann erinnert man sich an den Titel von Jochimsens Programm: >Durst ist schlimmer als Heimweh!<“ (Campus Web)

„Was wollt ihr das Leben mit Würde oder in der Lounge verbringen? Treffend ehrlich - mit messerscharfen Blicken sezieren Jochimsens Texte Kleinigkeiten: Sie kratzen nicht nur an der Oberfläche, sondern führen in die Tiefe. Ihre Suche nach Wahrheit wird zur Sucht, die Dinge hinter den Dingen auf den Punkt zu bringen.“ (Badische Zeitung)

„Ohne Zwang zur Pointe verbindet er Literatur mit Dia-Abend und kleinem Konzert. Und ist dabei sehr, sehr komisch. Er ist erwachsen geworden und vielleicht der beste Kabarettist seiner Generation. Sein Abend ist mal komisch, mal traurig - in jedem Fall aber eine lohnenswerte Reise durch Deutschlands Häßlichkeit in all seiner Pracht.“ (Bonnaparte)

„Jess Jochimsens ethnologische Betrachtung des Landes bringt etwas vom eigentlichen Deutschland ans Licht, das wir sehen und meist übersehen. Es ist bizarr und grotesk und aberwitzig... Grandios: Es ist ganz wie wir. In diesem Buch wohnt die Dämonie des Normalen.“ (Roger Willemsen über "DanebenLEBEN")

„Dass der bayerische Boden nicht nur Karl Valentin, die Biermösln und Gerhard Polt hervorgebracht hat, sondern auch Jochimsen, bemerkt der Leser staunend: Hier kann einer so erzählen, dass Ludwig Thoma und Oskar Maria Graf als legitime Vorfahren gelten können.“ (Matthias Biskupek, Eulenspiegel, über "Bellboy")

„Ein kluges und witziges Buch.“ (Thomas Glavinic über "Was sollen die Leute denken")

„Jess Jochimsen gelingt mit diesem Text die so schwierige Gratwanderung zwischen Komik und Entsetzen auf grandiose Weise.“ (Bettina Schulte, Badische Zeitung, über "Was sollen die Leute denken")